Beratung für eine Pfadanalyse

Wenn Sie etwas komplexere theoretische Modelle prüfen wollen, sind Pfadanalysen insbesondere für Masterarbeiten häufig eine gute Wahl. Im Vergleich zur multiplen Regression (inkl. Moderations- und Mediationsanalyse mit PROCESS) haben Sie dabei mehrere wesentliche Vorteile:

  • Sie können mehrere abhängige Variablen gleichzeitig untersuchen.
  • Sie können recht komplexe Kombinationen aus Moderationen und vor allem Mediationen - auch über mehr als einen Mediator - zusammen untersuchen.

Gleichzeitig sind Pfadanalysen in der Anwendung deutlich einfacher als volle SEM-Auswertungen (Strukturgleichungsmodelle), was insbesondere für Masterarbeiten ein nicht zu unterschätzender Vorteil ist. Im Gegensatz zu SEM-Modellen, bei denen über sogenannte Messmodelle aus Indikatorvariablen latente Konstrukte geschätzt werden, arbeiten Sie bei einem Pfadmodell mit gemessenen Variablen, häufig mit Skalenwerten analog dem Vorgehen in der Regressionsanalyse. Damit fällt der bei vollen SEM-Modellen nötige Schritt der Konstruktion und Prüfung der Messmodelle bei der Pfadanalyse weg, was die Komplexität deutlich reduziert. Zudem ist es bei vollen SEM-Modellen relativ schwierig, (kontinuierliche) Moderatoren zu berücksichtigen, während das in einem Pfadmodell überhaupt kein Problem ist.

Beratung bei Pfadmodellen

Wenn Sie sich für die Pfadmodellierung als Verfahren entschieden haben, kann ich Sie in verschiedenen Phasen des Modellierungs- und Auswertungsprozesses unterstützen:

  1. Modell spezifizieren
  2. Modell identifizieren
  3. Modell testen
  4. Modell evaluieren
  5. Modell respezifizieren
  6. Modell interpretieren

1. Modell spezifizieren

In einem ersten Schritt leiten Sie aus dem theoretischen Modell, das Sie testen wollen, ein formales Pfadmodell ab. Anschließend geben Sie dieses Modell in Ihr SEM-Programm ein, um es später testen zu können. Die Eingabe unterscheidet sich dabei je nach Programm sehr grundlegend.

Es gibt graphisch orientierte Programme (IBM AMOS, STATA), in denen Sie Ihr Pfadmodell interaktiv zeichnen können, und es gibt Programme, in denen Sie Ihr Modell als Formeln eingeben (wobei eher graphisch orientierte Programme diese Option meist zusätzlich auch haben).

2. Modell identifizieren

Nicht jedes Modell, das Sie sich übelegen könnten, kann technisch mit den Ihnen verfügbaren Daten getestet werden. Der Schritt der Modellidentifizierung beschäftigt sich damit, ob es voraussichtlich möglich sein wird, für Ihr Modell eine eindeutige Lösung des Pfadmodells zu erzielen.

3. Modell testen

Wenn Sie ein Modell aufgestellt haben, wollen Sie es mit den von Ihnen erhobenen Daten testen. Dabei gibt es verschiedene Schätzverfahren mit unterschiedlichen Verfahrensvoraussetzungen - so gibt es auch Verfahren für den Einsatz bei fehlenden Werten und robuste Verfahren bei problematischen Verteilungseigenschaften (z.B. Bootstrapping).

4. Modell evaluieren

Nach erfolgter Modellschätzung können Sie leider nicht sofort die Parameterschätzung für die für Sie interessierenden Hypothesen interpretieren. Vorher müssten Sie prüfen, ob das von Ihnen aufgestellte Modell überhaupt zu den Daten passt (Model fit). Denn die Pfadschätzungen eines nicht passenden Modells können stark verzerrt sein und sind für die Hypothesentests nicht zu gebrauchen. Für diesen Schritt werden meistens verschiedene sog. Fit-Indizes betrachtet (z.B. CFI, RMSEA, SRMR).

5. Modell respezifizieren

Wenn Ihr ursprünglich aufgestelltes Modell nicht zu den Daten passt, können Sie es respezifizieren, also dahingehend verändern, dass es besser die empirische Realität widerspiegelt. Dabei werden in der Pfadanalyse häufig Modifikationsindizes verwendet, deren Einsatz allerdings auch gewisse Risiken und Nebenwirkungen in sich birgt, die man kennen sollte.

6. Modell interpretieren

Nachdem Sie Ihr Modell geschätzt haben und die Modellschätzung auch einen akzeptablen Fit aufweist, können Sie deren Ergebnisse nun im Hinblick auf Ihre aufgestellten Hypothesen interpretieren.

Bei welcher Software zur Pfadmodellierung kann ich Sie ggf. unterstützen?

Bisher habe ich Erfahrungen mit den folgenden SEM-Programmen im Rahmen von Pfadmodellierungen:

  • R lavaan
  • JASP
  • IBM AMOS
  • STATA

Aber auch beim Einsatz anderer Programme (z.B. Mplus) kann ich Ihnen u.U. bei konzeptionellen Fragen zum Einsatz von Pfadmodellen helfen, auch wenn ich bei der konkreten technischen Umsetzung mit dem Programm selbst keine Erfahrung habe.

Wie sind die Konditionen und wie können Sie einen Termin vereinbaren?

Hier finden Sie alle weiteren Informationen, wenn Sie mich als Berater beauftragen möchten:
Beratung Regorz Statistik

Nachhilfe Pfadmodelle

Wenn Sie zum Thema Pfadmodelle Nachhilfe zur Prüfungsvorbereitung benötigen, finden Sie hier mein Angebot:
Nachhilfe Regorz Statistik