Beratung Unterschiedshypothesen für Bachelorarbeiten und Masterarbeiten


Unterschiedshypothesen werden vor allem mit experimentellen Designs getestet. Dabei vergleichen Sie zwei oder mehr Gruppen (z.B. Interventionsgruppe und Kontrollgruppe) bezüglich einer oder mehrerer abhängiger Variablen.

Typische Auswertungsverfahren sind dabei t-Tests (für unabhängige oder abhängige Stichproben) sowie die verschiedenen Verfahren aus der Familie der Varianzanalyse:

ANOVA: eine abhängige Variable, ein oder mehrere kategoriale(r) Faktor(en)

ANCOVA: eine abhängige Variable, ein oder mehrere kategoriale(r) Faktor(en) und kontinuierliche Kontrollvariable(n)

MANOVA: mehrere abhängige Variablen, ein oder mehrere kategoriale(r) Faktor(en)

MANCOVA: mehrere abhängige Variablen, ein oder mehrere kategoriale(r) Faktor(en) und kontinuierliche Kontrollvariable(n)

Und alle vier Verfahren gibt es jeweils ohne Messwiederholung (between subjects), mit Messwiederholung (within subjects) sowie Mixed Design (mindestens ein Faktor mit und mindestens ein Faktor ohne Messwiederholung).

Bei mehr als zwei Stufen eines Faktors gibt es nach einem signifikanten Testergebnis („Omnibus-Test“) weitere Untersuchungen, zwischen welchen Gruppen genau der Unterschied besteht. Dieser Untersuchungen können vorher geplante Kontraste sein (wenn es dazu schon konkrete Hypothesen gab) und sie können spätere post-hoc-Tests sein.

Sollten die Voraussetzungen für die o.g. Verfahren nicht gegeben sein (z.B. Skaleneigenschaften, Verteilungseigenschaften), kommen je Design und Grund für die Voraussetzungsverletzung verschiedene Verfahren in Frage, z.B.:
Nonparametrische Tests: Mann-Whitney U-Test, Wilcoxon-Vorzeichen-Rangtest, Kruskal-Wallis-Test, Friedman-Test
Kategoriale Regression mit Bootstrapping
Datentransformation zur Verbesserung der Verteilungseigenschaften

Eine weitere Familie von Verfahren zum Gruppenvergleich bildet die Ereigniszeitanalyse (Survival-Analyse/Überlebensanalyse, Verlaufsdatenanalyse). Mit Verfahren wie Kaplan-Meier oder der Cox-Regression können Gruppenunterschiede hinsichtlich des Zeitraums bis zum Eintreten eines Ereignisses näher analysiert werden (z.B. Überlebenszeit in der Medizin, Zeit bis zur Problemlösung in der Lernpsychologie, Zeit bis zum Defekt in der Produktionswissenschaft usw.)

Vor dem Einsatz der eigentlichen Testverfahren stehen jedoch noch eine Reihe vorbereitender Schritte an: Dateninspektion- und Aufbereitung, Bildung von Skalen (ggf. Überprüfung mit Faktorenanalyse), Auswertungen zur Stichprobencharakterisierung, deskriptive Daten und Interkorrelationen.


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